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Siebe beschichten – Darauf kommt es an

Die Siebbeschichtung ist gerade am Anfang nicht immer von Erfolg gekrönt. Emulsion läuft an der Seite der Beschichtungsrinne runter, der Boden wird mit Tropfen der dickflüssigen Paste versaut oder noch besser – Die aufgetragene Schicht ist an einzelnen Stellen nicht deckend genug. Wirklich. Siebe beschichten ist gerade als Anfänger manchmal ein Kreuz.Um irgendwann das richtige “Feeling” für die Beschichtung der Siebe zu bekommen, dauert es eine Weil und braucht einige Versuche, bis der noch ungewohnte Vorgang etwas leichter von der Hand geht. Das Sieb sollte immer zuerst von Außen beschichtet werden.
So geht’s:

Zunächst: Gelblicht an. Das ist wichtig, weil wir mit lichtempfindlichen Material arbeiten und bis zur Belichtung und dem Auswaschvorgang keine unnötige Aushärtung erfolgen sollte. Wenn hier und da ein bisschen Licht in den verdunkelten Raum fällt ist das nicht schlimm. Am besten ist aber alles komplett zu verdunkeln, um zumindest diese Fehlerquelle auszuschließen.

Die Emulsion gründlich mit einem Holzspachtel durchrühren. Wichtig ist, dass die Emulsion mit mit euren Händen in Berührung kommt, da hierdurch kleinste Schmutzpartikel in die Emulsion gelangen und diese so kontaminieren können. Am besten Immer Gummihandschuhe anziehen!

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Bei der Beschichtung sollte die Beschichtungsrinne immer gut mit Emulsion gefüllt sein. Lieber zuviel als zu wenig lautet die Devise.
Beim Beschichtungsvorgang die Rinne im 90-Grad-Winkel an das Sieb anlehen und das Sieb anschließend hochziehen. Es ist nicht notwendig die Rinne dabei doll zu kippen da die Emulsion durch den angewinkelten Rahmen auf dem Sieb landet. Gerade am Anfang häufig ein unnötiger Fehler. Naja, kein Fehler sonder wohl eher dem Gedanken geschuldet, dass man dem Sieb Gutes tun will. Sit aber, wie gesagt nicht nötig. Das gesamte Zubehör bekommt ihr übrigens bei Siebdruckland.de. Dort findet ihr auch weitere Anleitungen.

Vor dem Beschichtungsvorgang sollte ausserdem dafür gesorgt werden, dass das Sieb von Fusseln und anderen Partikeln gereinigt wurde. Evtl. mit einem Föhn durch über das Sieb föhnen und nicht mit den Händen drübersgtrechen. Unsere Fettfinger hinterlassenleider Spuren auf dem Sieb und hier kann es später dazu kommen, dass die Emulsion an betreffenden Stellen nicht richtig ins Gewebe eindringt.

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Anschließend wird das Sieb beschichtet und sollte dann eine gleichmäßige, nicht zu dicke Schicht von Emulsion enthalten. Beim Beschichten muss übrigens nicht besonders viel Druck ausgeübt werden. Zu wenig Druck ist ebenfalls ungünstig, da dann evtl zu viel Emulsion auf dem Sieb aufgetragen wird. Ein gesundes Mittelmaß sorgt dafür, dass euer Sieb bei der anschließenden Trocknung mit dem Föhn zügig aushärtet.

Je nach Projekt muss eine spezielle Emulsion verwendet werden. Generell sollten für Motive mit besonders feinen Linien und Details spezielle, zweikomponentige Emulsionen (z.b. Mega Definition Fotoemulsion mit Diazo Anteil von Siebdruckland.de) verwendet werden.

Wenn die Beschichtungs aus irgendeinem Grund ungleichmässig erscheint (Wellen oder zu wenig Emulsion) – kein Problem. Beschichte das Sieb einfach nochmal. Wir hoffen, dir mit diesen Tipps gedient zu haben. Probiere es aus und berichte nun junger Padavan.

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